Im Eichenfass gereifte Absinthe

Über Absinthe, die im Eichenfass gereift sind haben wir vor eine Weile schon berichtet, jedoch ist nun ein weiterer in den Genuss des Eichenfasses gekommen. Wir haben Ihnen schon den La Clandestine VSO Barrique vorgestellt, eine fassgelagerte Ausführung des La Clandestine Absinthe, der sechs Jahre in einem Holzfass zugebracht hat.

Kürzlich hat die Sankta Annas Bränneri, die Produzenten des Absinthe Valkyria, eine fassgereifte Version ihres Absinths fertiggestellt. Wir möchten Ihnen zeigen warum sich dies zu solch einem populären Trend entwickelt hat und was die Reifung im Eichenfass eigentlich an einem Absinthe in Bezug auf Aroma und Geschmack verändert.

Im Eichenfass gereifte Absinthe 

Absinthe Valkyria – im Eichenfass gereift

Absinthe Valkyria im Eichenfass gereift
Die Reifezeit im Fass sorgte dafür, dass der zitronige und blumige Valkyria noch zusätzliche Aromen von Vanille und den rauchigen Duft von Eiche erhält. Besonders wichtig war es den Brennern allerdings, dass nicht allzu viele Aromen des Ausgangsabsinthe verloren gehen. Eine sanfte, nicht zu kräftige Balance zwischen einem Absinthe und einer fassgelagerten Spirituose ist somit entstanden – und ist es definitiv Wert gekostet zu werden.

La Clandestine VSO Barrique

Absinthe La Clandestine VSO Barrique
Absinthe La Clandestine VSO Barrique kombiniert die klassischen Geschmäcker und Aromen eines schweizer Absinthes mit den hölzernen und teilweise vanille-ähnlichen Aromen eines guten Cognacs. Die Experten und Absintheure, die bisher das Vergnügen hatten diesen besondern Absinthe zu kosten, waren überwältigt.

Muse Verte – vieillie en fût de chêne

Absinthe Muse Verte im Eichenfass gereift
Diese ‚grüne Muse‘ ist eine besondere Variante des Muse Verte. Der Absinthe hat ein Jahr in einem Eichenfass verbracht, und hat daher ein völlig neues Geschmacksprofil entwickelt. Das Aroma ist mild und ausgeglichen. Ein cremiger und süßer touch, typisch für im Eichenfass gelagerte Spirituosen, verbunden mit dem charakteristischen Noten von Absinthe. Daher wird diese Kreation jeden Kenner überraschen.

Warum lagert man Spirituosen im Fass?

Die Reifung einer Spirituose im Fass bringt mehrere Vorteile. Zum einen entfernt es unerwünschte Stoffe, zum anderen bekommt der Alkohol mit der Zeit ganz spezielle Charakteristika vom Holz der Fässer. Man benutzt dafür Eichenholzfässer, da diese keine Harzkanäle haben und dadurch besonders rein sind. Tannin, das seinen Namen von „tanna“ ein alter Name des Tannenbaums hat, spielt bei der Färbung eine große Rolle.

Die Eichenfässer werden an der Innenseite verkohlt ehe man das Destillat einfüllt. Dabei werden zum einen große Moleküle verkleinert, um so den Geschmack besser abzugeben. Zum anderen werden dem Destillat unerwünschte Stoffe wie, organische Schwefelverbindungen durch den natürlichen Aktivkohlefilter, entzogen. Die Erhitzung des Holzes führt auch dazu, dass in der Oberfläche des Holzes kleine Risse entstehen durch die das Destillat tiefer in das Holz eindringen kann und so mehr Aromastoffe abbekommt.

Barrel aged absinthes

Was macht fassgereifte Absinthe so besonders?

Viele Hersteller waren neugierig und probierten deshalb einen Absinthe im Fass reifen zu lassen. Sie wollten wissen wie sich die Reifung auf den Geschmack und die Färbung auswirkt. Erfahrene Destillateure wissen wie sich eine mehrjährige Reifung auf eine Spirituose auswirkt. Cognac, Whisky und Armagnac lagern mehrere Jahre im Fass und werden so zu absoluten Spitzenprodukten. Normalerweise lagert man Absinthe in Glasflaschen. Man wusste schon, dass der Absinthe im Laufe der Zeit sein Aroma verändert, jedoch sind nicht viele Produzenten darauf gekommen ihn einmal in einem Eichenfass zu reifen.

Wie trinkt man fassgereifte Absinthe?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zum Einen, wie lange das Destillat gelagert wurde, und zum Anderen, was für ein Geschmacksprofil der Absinthe zuvor bereits aufwies. Beim La Clandestine VSO Barrique zum Beispiel würde die Zufuhr von Wasser einige der ausgeprägten Cognacnoten verschwinden lassen. Auf der anderen Seite gibt es den Muse Verte, der nur ein Jahr im Fass verbracht hat. Bei diesem Absinthe sind die typischen Absinthekomponenten noch weitaus ausgeprägter, daher kann man also getrost Wasser hinzufügen oder ihn auch pur geniessen.

 

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