Fête de l’Absinthe in Boveresse 2013

Liebe Freunde,

wie jedes Jahr hat sich unser Team auch vergangenes Wochenende auf den Weg in das schweizer Val-de-Travers gemacht, um der jährlichen Fête de l’Absinthe in Boveresse beizuwohnen. Scharen von Absinth Liebhabern treffen sich alle 12 Monate in dem kleinen Dorf mitten im Juragebirge – sie kommen zum Absinthe kaufen, philosophieren, und ein schönes Wochenende mit denjenigen zu verbringen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Eine tolle Mischung aus Absinthhändlern, Produzenten, Enthusiasten oder Spirituosenexperten sorgen für reichlich Gesprächsstoff und anregende Einblicke in die heutige Welt des Absinths.

Da wir einiges unternommen haben dieses Wochenende, beschreibe ich euch lieber jeden Tag einzeln….

Freitag, 14. Juni 2013

Um 12 Uhr geht die Fahrt los, da wir von Freiburg aus starten, brauchen wir etwa 3 bis 3,5 Stunden. Das Navi schickt uns über Frankreich, und so passieren wir sogar Pontarlier, wo wir zuletzt bei den Absinthiades 2012 ein Wochenende verbrachten. Das Wetter ist vielversprechend, und auch die Vorhersage prophezeit nur Gutes für das kommende Wochenende. Dieses Jahr sind einige von unserem Team mit dabei, ganze 9 Leute!

Nach der Ankunft schauen wir zuallererst bei Gaudentia Persoz vorbei, die vor Kurzem Ihre Destillerie deutlich vergrößert hat. Sie freut sich uns zu sehen, das letzte Mal sahen wir uns auf der Green Velvet Launch Party in Zürich.

Die neuen Destillationsgeräte von Gaudentia

Sie führt uns herum, erzählt von Ihrem neuen Alembic-System, und gibt zu dass Sie leicht aufgeregt ist wegen morgen. Ganz früh wird sie ihren Stand aufbauen, und wie immer in ihrem Kleid als grüne Fee La P’tite und ihre anderen Schätze zum Verkauf anbieten. Wir verabschieden uns, damit Gaudentia genug Zeit für alle wichtigen Vorbereitungen hat, und haben schon die nächste Verabredung:

Claude-Alain Bugnon lädt zum Aperitif in seine Destillerie, wo wir auf die ersten Freunde und Kollegen treffen.

Ein Teil des Teams während des Aperitifs

Voller Wiedersehensfreude werden die Geschehnisse des vergangenen Jahres rekapituliert, und Neuigkeiten ausgetauscht. Absinth Gläser klirren, man hört ‚Santé!‘ von allen Seiten, fröhliches Gelächter, und das stete Plätschern der Absinth Fontänen. Claude-Alain, wie üblich in seinem blauen Arbeitskittel und mit Zigarre in der Hand, ist bester Laune und begrüßt uns herzlich.

Claude-Alain’s Destillationsgeräte – diese haben heute frei!

Nach einem oder mehreren Gläsern Clandestine oder auch Butterfly, geht es zur Le Soliat, der kleinen, herzigen Hütte hoch oben in den Bergen beim Creux du Van, wo wir jedes Jahr ein köstliches Käsefondue genießen.

Blick auf Le Soliat, wo es gleich Abendessen gibt.

Der Creux du Van ist ein sogenannter ‚Talkessel‘ im Schweizer Jura an der Grenze zwischen den Kantonen Neuenburg und Waadt – die Aussicht die wir genießen, ist absolut einmalig.

Nachdem alle satt und zufrieden sind, wird noch ein bisschen geplaudert und Absinthe getrunken (was denn sonst?) und schließlich werden wir von einem Bus abgeholt und wieder ins Tal gebracht. Ein schöner Ausklang des Abends ist wie üblich eine kleine Bierverkostung (ja, ab und zu gehen wir unserem geliebten Absinthe fremd!), bis sich nach und nach jeder in sein Hotelzimmer zurückzieht und vielleicht sogar einen kleinen Rausch ausschlafen muss…

Samstag, 15. Juni 2013

Nach einem üppigen Frühstück in unserem Hotel in Couvet, in dem die meisten unserer Freunde und Kollegen auch übernachten, geht es zu Fuß rüber nach Boveresse. Das Wetter eignet sich perfekt für einen Spaziergang entlang des Flusses durch das üppige Grün. In Boveresse hat das bunte Treiben schon begonnen. Zahlreiche Stände der verschiedenen Hersteller von Absinthe und Likören preisen Ihre Produkte an, und laden zu Verkostungen ein.

Man weiß gar nicht, wo man zuerst Absinthe kaufen soll, die Gefahr besteht darin zu viele zu kosten, und am Ende von der Auswahl an köstlichen Destillaten überwältigt zu sein. Es gibt Musik, einen Wurststand, einen kleinen Flohmarkt mit Absinthe Zubehör und antiken Stücken. Ein Besuch in der alten Wermutscheune direkt hinter dem Festgelände ist selbstverständlich Standard, und schafft zumindest bei uns immer eine hübsch nostalgische Stimmung.

 

Die Sonne brennt, der Absinthe schmeckt, und die Gespräche mit den Herstellern und Absinth Verkäufern sind äußerst interessant. Wir schauen bei Gaudentia’s Stand vorbei, wie zu erwarten in ihrem grünen Kleid. Bester Laune bereitet sie Interessenten ein Glas Absinth zu, erzählt über Ihre Technik und alles Andere, was so mancher von Ihr wissen möchte.

Gaudentia strahlt heute, und sprüht regelrecht vor Energie.

Es gibt viele köstliche Absinthe an Gaudentia’s Stand – darunter auch die Green Velvet Absinthe.

Nach einigen Stunden auf dem Fest trennt sich unsere Gruppe – ein Teil möchte sich hinlegen, um Energie für den kommenden Abend zu sammeln, den anderen Zieht es zur Fontaine ‚La discrete‘ in den Wald – dem geheimen Ort an dem immer eine Flasche Absinthe für Besucher bereit steht.

Ein wenig Schlaf, frisch machen, ein Kaffee – auf der Hotelterrasse treffen wir wieder auf einige Freunde und begeben uns wieder nach Boveresse, wo Diane, Freundin und Sängerin jedes Jahr zu einem Grillfest im kleinen Kreis zu sich einlädt. Sie hat eine kleine Absinth Bar in ihrem Garten, die Auswahl ist beeindruckend! Es wird gelacht, gegessen, das ein oder andere Absinth Glas getrunken, und Diane beim Singen und Gitarre spielen zugehört. Nach einer Weile lassen viele den Abend ausklingen, und gehen zurück ins Hotel. Wir kriegen nicht genug und bleiben noch eine Weile – drüben im ‚Partyzelt‘ ist die Musik vielleicht nicht die Beste, aber eine Flasche La Valote Bovet hilft uns darüber hinweg.

Sonntag, 16. Juni 2013

Was, schon so spät? Oh Gott, wir müssen uns beeilen um vom Frühstück noch etwas abzubekommen! Schnell eilen wir auf die Hotelterasse um noch ein paar Bissen Croissant oder Obstsalat zu erhaschen, bevor alles abgeräumt wird. Wir treffen auf ein paar Langschläfer, doch unsere Freunde die früh los mussten, haben wir bereits verpasst. In der prallen Morgensonne werden die Geschichten von letzter Nacht erzählt, Kaffee getrunken und sich schließlich verabschiedet. Das Wochenende ging so schnell vorbei, es ist traurig dass es schon wieder Zeit für den Abschied ist. Bis zum nächsten Jahr liebe Freunde, wir hoffen ihr seid alle gut nach Hause gekommen und dass ihr genauso schöne Erinnerungen von diesem Wochenende mitgenommen habt wie wir!

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